Heike.KratzkeKaiser

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Rezensionen

13.01.2019,
Cornelia R. aus Hannover,
per e-Mail

"Daniel ist geliebt und das ist DAS was zählt. Sie schreiben, dass Sie sicher nicht alles richtig gemacht haben - aber was kann man richtiger machen als Liebe geben. Um bei ihm eine Re-Traumatisierung so gut wie möglich zu vermeiden haben Sie sich vielleicht gegen manche Therapie entschieden oder für eine andere Methode der Physiotherapie, dafür ist Daniel (wie Sie es auch öfter schreiben) ein fröhlicher Mensch, der gerne lacht und an vielem Freude hat. Sie haben ihm ein Familienleben gegeben, ein gutes soziales Umfeld, viel Kontakt zu anderen Kindern, Urlaub, Konzerte und anderes - das ist SEHR viel!!
Wichtig ist auch Ihr letztes Kapitel im Buch, in dem Sie auch Bezug auf die allgemeine Situation im Bezug auf die Pflege- und Betreuung in den Wohnheimen nehmen. Es hat sich leider seit 2007 vieles zum Schlechten verändert. Es ist eine große Herausforderung Mitarbeiter für die Wohnheime zu bekommen (Sonnengarten und auch Auengarten) und dann auch noch gute und im Idealfall erfahrene Mitarbeiter. Eine Situation, die ich auch kaum ertragen kann, da es mir sehr wichtig ist, dass die Bewohner nicht nur satt und sauber sind, sondern mehr. Dazu gehört neben der Freizeitgestaltung auch die Verantwortung für die Gesundheit und dem allgemeinen Wohlergehen. Leider haben schwerstmehrfachbehinderte Menschen immer weniger eine Lobby und vielen fällt es schwer, die Schönheit in ihnen zu sehen. Das ist traurig und für sensible Menschen, wie Sie es sind, aber auch mir, schwer auszuhalten. Wir würden gerne die Welt retten, aber das können wir nicht. Aber sie, soweit wie möglich, im Kleinen etwas zum Leuchten bringen."


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Martina B.
am 22. 02.2019 bei Amazon

Die Familie Kaiser gibt einen Einblick in das Leben mit einem schwerstbehinderten Kind.
Es ist sehr gut geschrieben und man kann nur höchsten Respekt zollen.
Mir kamen teilweise die Tränen.


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Bernd M.
am 12.01.2020 bei Amazon

Dieses Buch überschreitet in beeindruckender Weise Grenzen:
Grenzen, die bislang definieren wollten, wie weit Inklusion im Alltag, im familiären Setting gehen kann,
Grenzen, die hierbei um die Schwere mehrfacher Beeinträchtigungen gezogen wurden,
Grenzen, die sich die Beurteilung anmaßten, Förderung mit Lebensqualität sei erst ab einem bestimmten Niveau kognitiver und sonstiger Entwicklung initiierbar.

Eben diese vermeintlichen Grenzen waren es, die einem Arzt unüberwindbar schienen, als er seine Hoffnungslosigkeit spontan in Worte fasste: Worte, die wiederum zum Titel des Buches wurden, nachdem sie von einem noch recht jungen Paar als Herausforderung angenommen wurden, in 30 Jahren gemeinsamen Lebens genau das Gegenteil unter Beweis zu stellen.

Biographisch in Lebensepochen ab dem Säuglingsalter und deren Besonderheiten gegliedert, sind in dem Buch schonungslos offene und selbstkritische ebenso wie realitätsnahe und ehrliche Beschreibungen von Ereignissen und Erfahrungen, Rückschlägen und Highlights zu finden. Lesende stellen immer wieder fest, dass schwerste Beeinträchtigungen mitunter auch entlastende, ja sogar attraktive Seiten haben können, insbesondere dann, wenn Situationen sozialer Akzeptanz und nonverbaler Kommunikation herstellbar sind. Dabei gelang der Autorin wiederholt, auch neue, inklusive Begegnungen zu organisieren, bei denen scheinbar gesunde Kinder Gemeinsamkeiten des Menschseins und Hilfsmittel zur Alltagsbewältigung ebenso entdecken lernten wie die Entbehrlichkeit von Dingen, die viel zu selbstverständlich ihre Konsumwelt bestimmten.

Das Buch ist für mehrere Zielgruppen geeignet, für manche gar ein ‚must have‘:
-- Eltern und Familien mit mehrfachbehinderten Kindern oder die solche adoptierten,
-- Eltern und Familien, die erwägen, ein mehrfach behindertes Kind bei sich mit dem Ziel aufzunehmen, mehr Lebensqualität zu gestalten,
-- akademische Studiengänge, in denen Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen insbesondere auch unter Fragestellungen der Inklusions- und Biographieforschung ernst genommen werden,
-- alle im Buch angesprochenen Berufsgruppen aus Medizin und Sozialarbeit, Pädagogik und Psychologie,
-- jeweils gestaltende und umsetzende Akteure in Sozial-, Bildungs- und Gesundheitspolitik,
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